Trainingsanzug und das Teamgefühl
Sportbekleidung ist aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Der eine benötigt sie für den Beruf, wie beispielsweise der Sportlehrer, der Trainer, der Schwimmlehrer oder der Rettungsschwimmer. Der andere zieht sie in seiner Freizeit an. Sei es aus Gründen der Bequemlichkeit, denn schließlich bietet Sportbekleidung dem oftmals beruflich im Nadelstreifenanzug eingeengten Körper viel Bewegungsspielraum. Sei es, um sie für ein sportliches Hobby zu nutzen.
Jogginganzüge zeichnen sich durch einen hohen Baumwollanteil aus und werden ihrem Namen entsprechend für den langsamen Ausdauerlauf verwendet. Zeitweise waren sie sogar eine Modeerscheinung, die sich mit den Jahren aber wieder legte. Mancherorts bezeichnet man sie als No-Go. Man nennt diese Bekleidungskombinationen auch Trainingsanzüge. Doch es gibt einen Unterschied. Letztere bestehen eher zu einem Großteil aus Nylon, eventuell mit Baumwolle oder Frottee versetzt. Sie sind relativ weit geschnitten, so dass man sie bei Bedarf über kurze Sportbekleidung ziehen kann. In den Aufwärmphasen zum Beispiel oder nach dem Training. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Schweiß aufzusaugen, sie sollen die Muskeln vor dem Auskühlen schützen.
Gleichzeitig erfüllen Trainingsanzüge auch einen anderen wichtigen Zweck. Sie steigern das Teamgefühl. In Fußball- oder Handballvereinen kennt man dieses Phänomen schon lange. Dadurch, dass man die gleichen Trainingsanzüge trägt, zeigt man, dass man in einer Mannschaft kämpft. Nicht nur farblich gleichen sich die Outfits der einzelnen Spieler, zusätzlich besitzen sie oft denselben Aufdruck des Sportvereins. Und tatsächlich, das Zusammengehörigkeitsgefühl wächst, man hat es am jeweiligen Endstand der Spiele erkannt.
Solcherlei Beobachtungen wurden zwischenzeitlich auch in anderen Sportarten getätigt. Trainingsanzüge sind im Mannschaftssport nicht mehr wegzudenken. Man nutzt sie selbst bei Schwimmerstaffeln und Radfahrergruppen. Zum Zwecke des Verbundenheitsgefühls haben in den letzten Jahren auch einige Schulen Kleiderordnungen für ihre Sportschüler erlassen. Zwar beschränken diese sich meist auf kurze Hose und Shirt, dennoch verfolgen sie dasselbe Ziel. Dort nennt man es Gruppenkompetenz.