Straßen- und Wegebau

Der Straßen- und Wegebau bezieht sich auf den Entwurf, die Herstellung und die Erhaltung der Straßen und Wegen. Noch dazu ist der Straßen- und Wegebau Bestandteil des Verkehrswegesbaus  gehört somit zu den bereichen des Bauingenieurwesens. Die Aufgaben des Straßen- und Wegebaus gehören zum Erhalten und Herstellen von Verkehrswegebefestigungen für Kraftfahrzeuge aller art sowie für Radfahrer und auch natürlich für Fußgänger. Da ein gewachsener Boden die Belastungen nicht aufnehmen kann ist es notwendig die Straßenbautechnik anzuwenden. Der Erdbau und der Straßenbau arbeiten eng zusammen, da der Boden in der Regel in seiner Lage für die Straßenbaumaßnahmen verändert werden muss.
Der Straßenbau ist in vielen Bereichen zuständig, wie Verkehrsplanung außerhalb der Ortschaften und die Fortsetzung der Stadtplanung. Es gibt auch andere Bereiche des Bauingenieurwesens, wie den Brückenbau und den Grundbau. Es kann auch möglich sein das vor dem eigentlichen Bau man erst mit großen Baumaschinen eine Trasse erstellt. Für die Entwässerung kann eine Kanalisierung erforderlich sein.
Inhalt

1. Frühgeschichte
2. Antike
3. Mittelalter
4. Neuzeit


1.Frühgeschichte
Der Straßen- und Wegebau und die Menschheitsgeschichte sind fest mit einander verbunden und reicht bis zu deren Anfänge zurück. Die aller ersten Wege waren nicht planmäßig gebaut sondern von der Natur vorgegeben. Die Menschen Lernten diese zu nutzen zum Beispiel, für die Jagd und den Transport. Eine dauerhafte Befestigung war nicht notwendig. Erst mit der Sesshaftwerdung und der Entstehung von Hochkulturen wurden zunächst Wege und später Straßen angelegt. Dadurch konnten Personen und Güter rascher transportiert werden. Breite Straßen sollten anfangs nur den Herrschaftsanspruch verdeutlichen. Nicht nur für den Handel sondern auch für militärische Zwecke war es ausschlaggebend einen Bau von weit reichenden Straßen- und Wegenetzen. Die ersten Völker wie die im frühen Altertum Babylonier, Ägypter und Perser machten sich Vorteile durch die ausgebauten Verkehrsnetze und entwickelten spezielle Techniken. Zu dieser Zeit wurde auch die Pflasterbautechnik entwickelt, wie sie auch beim Bau der Prozessionsstraße in Babylon angewendet wurden.

2.Antike
Mit der ständigen Weiterentwicklung der Straßenbautechnik entstand ein äußerst dauerhaftes und weit reichendes Straßen- und Wegenetz in Europa. Viele dieser Straßen sind noch heute vorhanden, viele Fernstraßen und deren Streckenverlauf (gerade in den Alpen) ziehen sich auf den Verlauf der damaligen Römerstraßen. Zum Pflasterbau nutzten die römischen Baumeister auch die antike Form des Betons (Opus caementitium). Um auch für die Straßenentwässerung zu sagen wurden die Straßen mit einem Quergefälle ausgestattet und dienten sowohl dem Fußverkehr als auch dem Verkehr mit Fuhrwerken.


3.Mittelalter
Nachdem die Römer im Bezug auf Straßenbau außerordentliche Fortschritte gemacht haben, geriet das Wissen rund um den Straßenbau im Mittelalter in Vergessenheit. Meist wurden nur sehr wenige dauerhafte Erdwege angelegt, nur wenige der Stadtstraßen waren mit einem Pflasterbelag ausgestattet. Die vorhandenen Römerstraßen wurden zwar noch weiterhin genutzt, verfielen jedoch durch mangelnde Wartung und durch Krieg. Erst mit der Erhebung von Wegezöllen wurde ein Teil der Einkünfte in den Straßenbau und die Straßenerhaltung investiert.

4.Neuzeit
Beginn des 18. Jahrhunderts kam es zu Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Straßenbautechnik. Französische Ingenieure die Untersuchungen anstellten, stellten fest dass die Dauerhaftigkeit unmittelbar mit der Tragfähigkeit des Unterbaus und mit der Dichtigkeit der Dreckschicht zusammenhängt. Neben den französischen Ingenieuren suchte man auch in anderen Teilen Europas nach Möglichkeiten, den Straßenbau wirtschaftlicher zu gestallten. Ein Schotte namens John MacAdam entwickelte eine Schotterbauweise, deren Kornaufbau von unten nach oben hin feiner wurde. Durch das Zunehmen des Verkehrs und der Radlast stiegen auch die Ansprüche der Straßenbefestigung. Am meisten Probleme hat die Staubentwicklung verursacht. Dies war auch der Grund warum man schließlich mit Hilfe von Bindemitteln wie Teer und Bitumen anfing die Oberflächen zu binden. Im 19. Jahrhundert kamen neue Baustoffe und Bauweisen hinzu. Der Einsatz von schweren Baumaschinen erweiterte die Möglichkeit Straßen- und Wege zu bauen. Mit dem Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und der damit steigenden Beanspruchung der Verkehrsflächen wurden gebundene Oberbauschichten angewendet und weiter entwickelt. Weitere Infos zum Straßenbau finden Sie unter www.bagger.com.

Artikel Straßen- und Wegebau am 2010-04-25 20:07:03 aufgenommen!

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